Zum Beispiel Niederlehme: Warum Widerstand gegen Megaställe an der Schlachthoftür nicht aufhört

Bild: KW stinkt’s

 

In Niederlehme bei Königs Wusterhausen plant der Fleischkonzern Wiesenhof den Ausbau der Kapazitäten in der Hähnchenschlachterei. Der Schlachthof selbst ist zwar kein klassischer “Megastall”. Doch hat der Konzern mit dem Ausbau Erfolg, könnte nach einer Berechnung von „germanwatch“ der Bau von bis zu 190 weiteren Ställen folgen. Dagegen kämpft die Bürgerinitiative “KW stinkt’s”. Für den Widerstand hat sie ein breites Netzwerk an Unterstützer*innen mobilisiert.

“Wir-haben-es-satt”-Demo am 9. September 2017 ab 13 Uhr in KW

Am 9. September 2017 wird die Schlachtanlage zum Ziel der “Wir haben es satt!!-Demo”. Mit Kundgebung und Konzert wollen tausende gegen Massentierhaltung und für eine echte Agrarwende demonstrieren.

Worum geht’s?

Das Vorhaben der Märkischen Geflügelhof-Spezialitäten GmbH, einem Unternehmen der Wiesenhof-Gruppe, umfasst im Wesentlichen die Erhöhung der Schlachtleistung von 190 Tonnen Lebendgewicht pro Tag auf 352 Tonnen Lebendgewicht pro Tag. Das heisst, dass dort in Zukunft bis zu 240.000 Tiere pro Tag geschlachtet werden sollen. Nicht nur, dass Wiesenhof mit einer derartigen Großanlage ein Monopolist für Schlacht- und Schadstoffkapazitäten wird, sondern Wiesenhof schafft damit auch noch mehr menschenunwürdige Arbeitsplätze und verursacht noch massivere Lärm- und Geruchsbelastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner und für die nahegelegene Grundschule. Die Grundwasserentnahme von einer Million Litern pro Tag und die Einleitung entsprechender Abwässer in die Kanalisation belastet den Wasserhaushalt unwiederbringlich.

Nach Berechnungen von germanwatch könnten für die maximale Schlachtkapazität bis zu 190 neue Mastställe entstehen. Wenn diese Tiere nicht hunderte von Kilometern transportiert werden sollen, werden diese Ställe in der Region, sprich Südost-Brandenburg entstehen. Eine derartige Erweiterung der Mastkapazitäten verdrängt alle anderen Halter von Geflügel und sprengt die Aufnahmekapazität der Region von Schadstoffen aus der Mast, Nitrate, aber auch Medikamenten, Hormonen und birgt die Gefahr der Verbreitung multiresistenter Keime.

(Quelle: BI KW stinkt’s:www.kw-stinkts.de)

Infos und Kontakt zur Bürgerinitiative:

www.kw-stinkts.de

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