Am 13. Dezember ein Zeichen setzen: Erörterungstermin gegen Zollchow II

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Wichtiger Termin am 13. Dezember um 10 Uhr Dörphus, Am Seelübber See, 17291 Prenzlau // OT Seelübbe

Aktive der Bürgerinitiative “Contra Industrie-Ei Uckerseen” machten diese Woche noch einmal auf den bevorstehenden Erörterungsternin für die Einwendungen gegen die Erweiterung der Legehennenanlage in Zolchow auf bis zu 80.000 Tiere aufmerksam. Widerstand gegen Massentierhaltung braucht Geduld: Trotz einer gerichtlichen Niederlage hatten die Betreiber die Verdoppelung der Mastplätze durch eine zusätzliche Anlage “Zollchow II” (39.900 Tiere) erneut bei der Genehmigungsbehörde beantragt. Dagegen wehrt sich die Bürgerinitiative vor Ort.

“Liebe Freunde der Uckermark, weil uns die Uckermark am Herzen liegt und Dinge dort geschehen, die wir gerne ungeschehen machen möchten bzw. uns dagegen wehren, möchten wir Euch auf den oben genannten und auch im unten stehenden Anhang bekanntgemachten öffentlichen Termin zur Erörterung der geplanten zusätzlichen Legehennenanlage Zollchow II aufmerksam machen, die zusätzlich zu den bereits 39.900 Tieren eine weitere Anlage in derselben Größenordnung vorsieht.” gaben Aktive vor Ort bekannt.

“Die geplanten Anlagen verschandeln unsere Landschaft, sie mindern unsere Lebensqualität, sie verbreiten multiresistente Keime, bedrohen die Umwelt, Gewässer und zahlreiche seltene hier ansässige Tier- und Pflanzenarten und zerstören unwiederbringlich kostbarste Ressourcen. Der Widerstand gegen diese widernatürlichen Haltungsformen wächst. Es ist an der Zeit ein Zeichen zu setzen.” ergänzten sie in Ihrer Bekanntmachung vom 1. Dezember 2016

Der Erörterungstermin ist einer der Meilensteine im Genehmigungsverfahren für derartige Anlagen. Die Bürgerinitiative vor Ort und der BUND Brandenburg hatten zuvor in einer jahrelangen Auseinandersetzung darum gerungen, dass die Planungunterlagen überhaupt öffentlich ausgelegt werden. Erst aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung war es möglich, dass Bürgerinnen und Bürger diesen Sommer Einwendungen gegen den Bau erheben können. Nun können in einer öffentlichen Anhörung alle, die Ihre Einwendungen rechtzeitig bei der Genehmigungsbehörde eingereicht haben, Ihre Argumente gegen den Bau vortragen. Ob der Bau dann tatsächlich stattfindet oder nicht, hängt von der Entscheidung der Genehmigungsbehörde ab. Wird der Bau genehmigt, folgt dann das Widerspruchsverfahren.

Um Bürgerinitiativen in ihrem Widerstand gegen Massentierhaltung zu unterstützen hat das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg auf Initiative des BUND Brandenburg im Sommer 2016 die Kampagne “Stoppt den Megastall!” gestartet. Die Kampagne hat zum Ziel, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltungsanlagen effektiv zu vernetzen und den Einzelfall landesweit bekannt zu machen. Dazu nutzt die Kampagne die durch das Volksbegehren sensibilisierte Öffentlichkeit.

Infos und Kontakt zur Bürgerinitiative:

https://contraindustrieeiuckerseen.wordpress.com/

Wegen der hohen Kosten für die jeweiligen Klageverfahren bittet die Kampagne in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Bürgerinitiative um Spenden.

 

Die Kampagnenarbeit wird gefördert von der Bewegungsstiftung

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